Tarot in Zeiten der Unsicherheit

Warum wir nicht mehr Wissen brauchen – sondern einen Spiegel

3/1/20266 min read

Ich blicke in die Welt und sehe nur Chaos.
Ich blicke auf mich und sehe nur Makel.
Ich blicke auf mein Leben und sehe nur Mangel.

Aber wenn ich in die Karten sehe, dann spiegelt sich darin meine Seele.

Keine Zeit ist so sehr geprägt von Angst und Unsicherheit wie die heutige. Wir alle trudeln haltlos durch unser Leben, fragend und ohne Kontakt zu uns und dem, was wir wirklich wollen. Wie finden wir Halt in einem Leben ohne Sicherheit? Wie können wir festen Boden finden, wenn das einzig Beständige die Veränderung ist?

Wie oft hast du dir schon die Fragen gestellt: Wer bin ich eigentlich und was will ich vom Leben?

Das Leben ist so schnell, der Alltag so laut und unser Inneres so leise geworden, dass wir die Antworten darauf nicht mehr finden. Wir verlieren uns, verlassen den Weg, der uns bestimmt ist, und verirren uns in dem verzweigten Netz der hundert Möglichkeiten - ohne eine Ahnung davon, welcher Weg wirklich zu uns gehört.

Doch auch wenn wir sie nicht hören mögen, unsere Seele sucht nach diesem einen, richtigen Weg für uns und es kommen Momente, in denen wir es erahnen können: Es sind dumpfe Gefühle, noch betäubt durch den Alltag und erstickt durch die Routinen des Lebens. Es ist eine Müdigkeit, die nicht vom Schlafmangel kommt oder eine Sehnsucht, die nicht durch äußere Reize gestillt werden kann. Vielleicht ist es eine innere Unruhe, die sich an nichts binden und durch keine Ablenkung beruhigen lässt. Diese Momente sind es, die uns auf den Weg rufen. Einen Weg, den wir so nie geplant hätten und der zu dunkel ist, als dass wir ihn gewählt hätten. So dunkel vielleicht, dass wir Angst davor haben, ihn zu betreten. Aber führt nur er uns dahin, wo wir hin müssen - und zwar zurück zu uns selbst.

Vielleicht spürst du auch die wiederkehrenden Rufe, noch subtil oder fordernd aus dem Hintergrund. Vielleicht ist es nur ein leises Flüstern aus den dunklen Ecken deiner Selbst, die du kaum zu greifen vermagst. Vielleicht bist du noch am Anfang, vielleicht schon mittendrin. Wo auch immer du gerade stehst, möchte ich dir sagen: Es wird sich lohnen, diesem Ruf zu folgen.

Lass uns gemeinsam losgehen. Um uns zu erinnern, wer wir sind unter all dem Lärm der Welt, den Ablenkungen des Alltags, den Konditionierungen der Gesellschaft und den reflexiven Antworten unseres Nervensystems. Genau dort, wo wir uns selbst begegnen, unverstellt und frei von automatisierten Mustern, beginnt deine Freiheit im Denken, Handeln, im reinen Fühlen und authentischen Sein.

Diese Freiheit bedeutet auch, den Mut zu haben, etwas gehen zu lassen. Denn in dem haltlosen Trudeln und der Unsicherheit der heutigen Zeit suchen wir immerzu nach einem Rettungsanker. Doch ist es dieser Anker, der uns an Ort und Stelle in der Unfreiheit hält und den es gilt von Bord zu werfen.

Unser Nervensystem klammert sich an den verzweifelten Wunsch nach Sicherheit und viel zu oft suchen wir sie in Kontrolle und Logik. Wir versuchen zu erklären, zu verstehen, zu ordnen, zu sortieren. Unser Verstand greift nach den losen Fäden des Chaos um uns herum ohne zu bemerken, dass die Fäden zu zahlreich sind, um sie zu entwirren.

Und viel zu oft ist auch der Tarot nur der Rettungsanker, den wir versuchen mit Erklärung und Logik in eine verständliche Form zu pressen.

Wir sehen die Bilder der Karten und sogleich schaltet sich unser Verstand dazwischen. Wir spinnen die assoziierten Bedeutungsfäden zu einem logischen Konstrukt zusammen. Am Ende haben wir lediglich ein Bild betrachtet, eine auswendig gelernte Bedeutung abgerufen und sie in der logischsten Weise mit unserem aktuellen Befinden oder unserer Situation verknüpft, ohne wirklich etwas gewonnen zu haben.

Was hier gewinnt, sind lediglich unsere alten Muster, in denen wir uns bewegen wie in einem Hamsterrad. Unser Körper und Geist lieben diese immergleichen Wiederholungen, denn sie gelten als sicher. Selbst dann, wenn dieses Hamsterrad uns mehr schaden denn nützt. Es ist das, was Körper und Geist über die Jahre in unser mentales Konstrukt gebaut haben, das uns die Welt und uns selbst erklärt. Doch hinter den festen Mauern dieser Welterklärung schlummert, verborgen und ungehört, unsere Seele.

Unserer Seele ist es egal in welche Familie wir geboren, welche Erziehung uns welches Richtig und welches Falsch beibrachte und welches Normal wir im Lauf unseres Lebens übernommen haben. Unsere Seele will nicht das Hamsterrad – sie will unsere Wahrheit.

Wie wir ihr Gehör schenken können, bleibt für den Großteil der Menschen ihr Leben lang ein Mysterium. Die meisten leben nach dem anerzogenen Normal und entwickeln sich nicht darüber hinaus, egal wie sehr die Seele in ihnen auch toben und rufen mag und egal wie oft das Leben sie in eine andere Richtung zu drücken versucht. Meist drehen sie das Leben dann noch lauter, lenken sich noch stärker ab und kämpfen noch mehr dagegen an.

Doch schenken wir unserer inneren Wahrheit kein Gehör, wird sich das Leben immer anstrengender und unser Herz immer schwerer anfühlen. Wir werden in unserem erlernten Normal dümpeln wie der sterbende Fisch in einem vergifteten Sumpf. Wir werden in den immer gleichen Mustern und Abläufen hängen wie die Marionnette an ihren Fäden. Unsere Körper werden schreien, unsere Gedanken rasen und unsere Seelen werden verzweifelt in uns rufen. Wir werden leiden. Seht euch doch nur mal um, wie sehr wir das alle schon tun.

Gerade jetzt in dieser schnelllebigen, lauten Zeit, geprägt von Unsicherheit, Ablenkung und Überreizung, braucht unser Nervensystem Ruhe und unser Verstand Pause. Wir dürfen unseren Blick abwenden von den tausenden Reizen, die kreischen und Aufmerksamkeit heischen wie bunte Reklamebildschirme. Wir dürfen den Fernseher ausschalten, den Laptop zuklappen, die swipenden Finger vom Handy nehmen und uns zurückziehen. Zurückziehen aus dem lauten Leben, dem lärmenden Alltag und uns einfinden in eine Ruhe, die im ersten Moment vielleicht unangenehm sein mag - unangenehm, weil wir jetzt näher bei uns sind und weil wir vielleicht endlich das Rufen hören, das wir lange überhört haben.

Was wir in dieser Ruhe hören sind keine Worte. Es sind diffuse Gefühle, vage Ahnungen, Bilder, die an die Oberfläche gespült werden. Hier bewegen wir uns fernab der klarumrissenen Worte, der messerschafen Logik, der eindeutigen Sprache des Verstandes. Es ist unsere Seele, die in Rätseln zu uns spricht. Sie spricht bildhaft, metaphorisch, sie spricht über unseren Körper, über unsere Gefühle, über Ahnungen und es verlangt einen Spiegel, der diese Geheimnisse zu enthüllen vermag: den Tarot. Die Karten sind wie eine Sammlung innerer Landschaften, in denen deine Seele sich wiedererkennt. Ihre archetypischen Bilder geben deinem Unbewussten die Bühne, um sich zu zeigen, und so spiegeln sie stets wider, was sich in dir bewegt. Der Tarot hebt das ans Licht, was längst in dir ist, aber noch keinen Ausdruck gefunden hat. Es ist der Spiegel, der dem Ungesagten eine Form geben kann, damit du es fühlen, benennen und annehmen kannst – um deinen inneren Schatz aus den Tiefen zu heben.

Der Tarot ist dein Weg hinaus aus dem Korsett des Alltags, auf den Spuren der eigenen Seele, wenn du bereit bist, ihn nicht nur zu verstehen, sondern ihn wirklich zu fühlen. Dieser Weg deiner Seele lüftet den schweren Mantel von deinen Schultern, hebt den Stein vom Herzen und den Druck von der Brust. Dieser Weg lässt dich aus dem Dunkel in das Hell gehen und dich leichter atmen. Es ist ein Erinnern daran, was unter all den konditionierten Mustern, Glaubenssätzen und archaischen Reflexen tief in dir verborgen liegt. Es ist ein Erinnern, wie du dich selbst halten und dem Leben vertrauen kannst in dieser Welt, die oft so laut, so schnell und so überfordernd ist.

Wir alle dürfen den Mut finden, unserer Seele durch die Tarotkarten wieder Gehör zu schenken. Und wir dürfen sie nutzen, nicht nur mit dem Verstand, sondern mit unserem ganzen Gefühl. Es sind eben jene Momente, in denen die Karten etwas in dir auslösen, Gefühle an die Oberfläche spülen, vielleicht sogar Widerstände in dir auslösen. Dann beginnen die Karten in dir zu leben. Dann erst werden die Karten, die archetypischen Bilder in ihrer ganzen Tiefe, zu dem mächtigen Werkzeug und dem ehrlichen Spiegel dessen, was leise in dir flüstert.

Wenn du auch nach Karten suchst, die dich tief in der Seele berühren und deine verborgene Wahrheit zum Sprechen bringen, ist das Soulmirror Tarot vielleicht genau das richtige für dich. Es vereint Tarot und Psychologie durch eine ganz neu interpretierte Gestaltung sowie einem Booklet, das dich tief in das Gefühl jeder Tarotkarte eintauchen lässt – damit die Karten in dir lebendig werden und deine Seele zum sprechen bringen.

Ich würde mich riesig freuen, wenn das Soulmirror Tarot auch für dich ein Spiegel deiner Seele werden kann!

Herzlichst
Nina